Afrikanische Hunderassen – Die komplette Übersicht mit Bildern

Afrikanische Hunderassen

Viele Menschen sind sich der verschiedenen afrikanischen Hunderassen, die es heute gibt, nicht bewusst. Viele von ihnen wurden für die Jagd und die Landwirtschaft gezüchtet, sind aber heute beliebte und treue Familienhunde. Rassen wie der Boerboel, der Basenji und der Ridgeback sind in Haushalten auf der ganzen Welt zu finden, und das aus gutem Grund. Aber woher kommen diese Hunde und wie sind sie so?

In diesem Artikel geben wir dir einen Überblick über alle afrikanischen Hunderassen mit Bildern, ihrer Hintergrundgeschichte und den wichtigsten Eckdaten.

Diese Afrikanischen Hunderassen gibt es

In dieser Übersicht findest du zahlreiche afrikanische Hunde, die du wahrscheinlich noch gar nicht kennst. Von afrikanischen Hütehunden und Hirtenhunden, bis hin zu Jagdhunden wie dem Ridgeback, unserem ersten Kandidaten.

1. Rhodesian Ridgeback

Der Rhodesian Ridgeback - Eine der bekanntesten afrikanischen Hunderassen

Der Rhodesian Ridgeback stammt aus dem südlichen Afrika und wurde ursprünglich als Sicht- und Hörhund für die Löwenjagd gezüchtet. Aus diesem Grund wird er gerne auch Löwenhund genannt.

Der Ridgeback gehört zu den großen Afrikanischen Rassen, ist muskulös und athletisch und hat ein kurzes, hellbraunes oder “red wheaten” Fell. Eine Besonderheit an seinem Fell ist der krause Streifen auf der Oberseite seine Rückens. Daher leitet sich auch der Name des Rhodesian Ridgebacks ab. Diese afrikanischen Jagdhunde gehören in Deutschland zu den populärsten Vertretern der afrikanischen Hunde.

Größe: 53-88 cm groß
Gewicht: 31-37 kg
Temperament: Mutig, kämpferisch, loyal
Energielevel: Hoch

Rhodesian Ridgebacks sind sehr gute Familienhunde, die eine starke Nähe zu ihren Bezugspersonen suchen und auf diese fixiert sind. Da sie einen starken Beutetrieb haben, solltest du sie von kleineren Haustieren wie Hamstern, Meerschweinchen usw. fernhalten.

2. Boerboel

Boerboel

Der Boerboel ist eine weitere südafrikanische Hunderasse, die typischerweise bei der Farmarbeit als Hütehund eingesetzt wurde. Der Boerboel, auch Afrikanische Bulldogge oder Afrikanischer Bauernhund genannt, ist muskulös, hat einen klobigen Kopf und ein kurzes Fell.

Größe: 55-68 cm groß
Gewicht: 55-77 kg
Temperament: Beschützend, energisch, liebevoll, selbstbewusst
Energielevel: Mäßig-hoch (kann faul sein, wenn er will)

Boerboels sind loyal, sehr beschützend und sehr verspielt. Mit dem richtigen Training sind sie die perfekten Familienhunde. Du solltest aber beachten, dass Hütehunde ihre Eigenarten haben, mit denen Anfänger eher schlecht umgehen können.

Wenn du dich für einen Boerboel Welpen interessierst, findest du in Deutschland zahlreiche Züchter, die sich auf diese schönen Hunde spezialisert haben.

3. Sloughi

Afrikanische Windhund Rasse Sloughi

Die Hunderasse Sloughi stammt ursprünglich aus Nordafrika und ist vor allem in Gebieten wie Marokko, Libyen, Algerien und Tunesien zu finden. Diese Hunde wurden gezüchtet, um Wild zu jagen, was ihnen eine unglaubliche Beweglichkeit, Geschwindigkeit und Ausdauer verleiht. Seine Nähe zum Windhund ist unverkennbar.

Größe: 70 cm groß
Gewicht: 28 kg
Temperament: Aufmerksam, loyal, intelligent
Energielevel: Hohe Energie

Sloghis sind aufmerksame, liebevolle und treue Hunde, die eine enge Bindung zu ihren Besitzern aufbauen. Es ist unwahrscheinlich, dass diese Hunde aggressiv oder scheu werden.

4. Azawakh

Der Azawakh ist eine westafrikanische Hunderasse

Azawakhs sind westafrikanische Hunde aus Niger, Burkina Faso und Mali. Diese Meutehunde waren eine freilaufende Rasse, die als Windhunde gezüchtet und häufig zur Jagd auf Kleinwild oder als Herdenschutzhunde in Dörfern eingesetzt wurden.  Sie sind groß und schlank, haben ein kurzes Fell und eine sichtbare Muskulatur.

Größe: 63-73 cm groß
Gewicht: 15-25 kg
Temperament: Robust, anhänglich, zurückhaltend, freundlich, intelligent
Energielevel: Hoch

Der afrikanische Windhund kann eine treue, beschützende und liebevolle Hunderasse sein. Sie brauchen viel Auslauf und können sehr energiegeladen sein, was untrainiert für kleine Kinder und andere Haustiere gefährlich sein kann. 

5. Basenji

Ein Basenji Hund aus Zentralafrika

Der Basenji (Kongo Terrier) ist ein Jagdhund aus Zentralafrika, der dafür bekannt ist, dass er nicht bellen kann. Stattdessen gibt er einen Jodellaut von sich, wenn er auf Beute aufmerksam wird. Er ist von kleiner Statur, hat eine auffallend lockige Rute und ein kurzes Fell.

Größe: 40 – 45 Zoll groß
Gewicht: 10-11 kg
Temperament: Anhänglich, neugierig, intelligent, verspielt
Energielevel: Hohe Energie

Basenjis können Fremden gegenüber etwas zurückhaltend sein und sind nicht ideal für Häuser mit kleineren Tieren. Sie sind jedoch sehr anhänglich und kommen sehr gut mit anderen Hunden aus. Unter den afrikanischen Hunderassen ist dies einer der kleinen Hunde, die nicht haaren.

6. Aïdi

Aïdi - Afrikanischer Hirtenhund

Der Aïdi (Atlas-Berghund) ist ein Hüte- und Jagdhund, der ursprünglich aus dem Atlasgebirge in Nordafrika stammt. Er ist ein mittelgroßer Hund mit einem dichten, doppellagigen Fell und einem schlanken Körper. 

Größe: 50-60 cm groß
Gewicht: 23 -25 kg
Temperament: Agil, wachsam, anhänglich, beschützend
Energielevel: Mittel-Hoch

Aïdis sind energiegeladene, schützende und wachsame Hunde, die gerne draußen sind und nicht gut mit Fremden zurechtkommen. Sie sind am besten in Familien aufgehoben, die ihnen viel Bewegung und Zeit im Freien bieten können.

7. Africanis

Africanis

Der Africanis kommt im gesamten südlichen Afrika vor und wird oft als Bantu- oder Hottentotten-Jagdhund bezeichnet. Obwohl sie zu gewöhnlichen Haustieren geworden sind, gibt es immer noch viele verwilderte Africanis, die in ihrem Heimatland leben.  Diese Hunde sind groß, muskulös und haben einen langen Schwanz.

Sein Name ist zusammengesetzt aus seinem Herkunftsland Afrika und dem lateinischen Wort Canis (Hund).

Größe: 50-60 cm groß
Gewicht: 25-45 kg
Temperament: Loyal, verspielt, mutig
Energielevel: Hohe Energie

Africanis sind loyal und eignen sich hervorragend als Begleiter; sie kommen gut mit Kindern und anderen Haustieren aus. Diese Hunde sind sehr energiegeladen und ausdauernd und brauchen jeden Tag mindestens ein bis zwei Stunden ausgiebiges Spiel.

8. Armant

Armant

Der Armant ist ein mittelgroße, afrikanischer Hirtenhund, der dem Neufundländer ähnlich sieht. Diese Tiere werden oft auch als ägyptische Schäferhunde bezeichnet. Obwohl der Armant keine bekannte Rasse ist, ist er dennoch in vielen Haushalten ein beliebter Wachhund.

Größe: 55 – 60 cm groß 
Gewicht: 24 – 27 kg
Temperament: Gehorsam, Furchtlos, Agil, Beschützend
Energielevel: Niedrig bis mittel

Armant-Hunde sind loyale und mitfühlende Haustiere, die eine enge Bindung zu ihren Familien aufbauen. Diese Hunde sollten nicht für längere Zeit alleine gelassen werden, da sie sonst Trennungsangst entwickeln.

9. Coton de Tuléar

Coton de Tuléar

Der Coton de Tuléar ist ein kleiner Hund aus Madagaskar mit einem fröhlichen Gemüt und einem dicken, flauschigen, weißen Fell. Sie sind großartige Schoßhunde und freundlich zu jedem, den sie treffen.

Größe: 20 – 25 Zentimeter groß
Gewicht: 3,5 – 7 kg
Temperament: Verspielt, anhänglich, intelligent, gesprächig
Energielevel: Mäßig

Der Coton de Tulear ist eine großartige afrikanische Hunderasse mit einem fröhlichen Gemüt und eignet sich perfekt für kleine Häuser und Wohnungen. Sie gelten als sehr gute Familienhunde für Anfänger.

10. Abessinischer Sandterrier

Der Abessinische Sandterrier, auch bekannt als afrikanischer Nackthund, war für sein scharfes Bellen und seine Nacktheit bekannt. Man glaubte, dass diese Hunde eine Art magische Heilkraft hatten und als warme Kompresse für Kranke oder Verletzte verwendet wurden.

Diese Nackthunde sind nahezu ausgestorben und es gibt leider nur noch wenige von ihnen. Einen europäischen oder gar deutschen Züchter zu finden, ist unmöglich.

Größe: 38 bis 50 cm
Gewicht: 9,5 – 17 kg
Temperament: Anhänglich, Ruhig, Loyal
Energielevel: Mittel

Afrikanische Wildhunde (Wüstenhunde)

Afrikanische Wildhunde

Afrikanische Wildhunde oder auch Wüstenhunde sind zwar keine besondere Rasse, aber sie sind von Natur aus bösartige Killer und fressen so ziemlich alles, was sie erbeuten können.

Trotzdem stellen diese wilden Hunderassen keine große Gefahr für Menschen dar und greifen nicht grundlos an (in der Regel nur, wenn sie zuerst angegriffen werden oder ihre Jungen bedroht sind).

Leider sind die Afrikanischen Wildhunde aufgrund des schwindenden Lebensraums und der Tötungen durch Menschen stark gefährdet.

Fazit zu Afrikanischen Hunderassen

Viele erstaunliche Hunderassen stammen vom afrikanischen Kontinent. Sie wurden zwar als Arbeitshunde gezüchtet, können aber auch eine fantastische Ergänzung für viele Familien sein. 

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Für dich geschrieben von

Heiko Schneider

Ich bin mit Hunden aufgewachsen. Seit über 10 Jahren erlebe ich mit meinem Labradorrüden Tano kleine und große Abenteuer. Im Hundekumpel Blog teile ich meine Erfahrungen mit meinen liebsten vierbeinigen Freunden.