Hundeernährung: Hunde richtig und gesund ernähren

Das Thema Hundeernährung ist echt kompliziert. Möchtest du deinen Haushund mit einer optimalen Ernährung versorgen und ihm über das Futter genug Vitamine für eine optimale Gesundheit zuführen? Dann gehe ich die Ernährung von Vierbeinern in diesem Artikel mal ganz unwissenschaftlich an und gebe dir ein paar Tipps aus meinen 25 Jahren als Hundehalter weiter.

Was ist die beste Ernährung für Hunde?

Eine optimale Ernährung für Hunde ist immer so aufgebaut, dass der Hund abwechslungsreich und mit einer guten Mischung aus Fleischanteil und Gemüse ernährt wird. Wichtig ist, dass alle Vitamine und Mineralien enthalten sind, die ein Hund für Wachstum und Entwicklung braucht.

Klingt natürlich immer noch irgendwie uneindeutig. Aber keine Sorge, ich erkläre dir alle wichtigen Faktoren der Fütterung einfach nachvollziehbar in diesem Artikel.

Am Ende wirst du ziemlich genau wissen, worauf du achten musst und dein Hund freut sich über eine gesunde und nährstoffreiche Ernährung.

Artgerechte Ernährung für deinen Hund

Wenn du verschiedene Artikel zum Thema Hundenahrung liest, wird oft von einer artgerechten Ernährung für den Hund gesprochen.

Das Thema „artgerecht“ wird dann von den meisten Menschen am Wolf aufgehangen. Das passiert nicht nur, wenn’s um die Ernährung geht, sondern auch in zahlreichen Erziehungstipps.

Dabei wird aber völlig vergessen, dass wir ja vom Haushund reden, der eine lange Evolution hinter sich hat und nichts mehr mit seiner eigentlichen Abstammung gemein hat.

Artgerechte Ernährung richtet sich also immer am Hund oder Haushund aus und nicht an einem Wolf, der ganz andere Lebensumstände meistert, als dein Vierbeiner zuhause.

Wie viel darf ein Hund essen?

Die Frage ist eigentlich nicht nur, wie viel dein Hund essen darf, sondern auch wie viel er fressen muss.

Was zu viel Futter auslöst, kennen die meisten Menschen (mich eingeschlossen) ja schon ziemlich gut von sich selbst 🙂 Zu wenig Futter kann aber auch in einem Nährstoffmangel und an einem Mangel an Vitaminen enden.

Das Resultat: die Gesundheit deines Hundes ist durch falsche Ernährung gefährdet.

Jetzt gibt es aber ein paar Faktoren, die uns helfen, das Futter richtig zu bemessen.

Wie viel dein Hund essen darf, richtet sich nach

  1. Der Art des Hundefutters.
  2. Der Anzahl der Fütterungen pro Tag.
  3. Dem Körpergewicht deines Hundes.
  4. Dem Alter des Hundes.

Alter und Gewicht sind hier die wahrscheinlich wichtigsten Faktoren. Um dir eine Richtung für die richtige Menge an Futter zu geben, haben die Futtermittel-Hersteller auf den Packungen immer auch eine Mengenangabe nach Größe und Alter deines Hundes abgedruckt.

Dieser Angabe kannst du entnehmen, wie viel dein Hund pro Tag gefüttert bekommen soll.

Tipp:
Als sehr erfahrener Hundehalter weiß ich, dass die Mengenangaben auf den Packungen gerne mal etwas großzügiger ausfallen.

Ich würde dir raten, immer ein wenig unterhalb der Mengenangaben der Hersteller zu bleiben und deinen Hund zu beobachten. Über den Tag verteilt bekommt er von dir wahrscheinlich eh das ein oder andere Leckerli als Belohnung.

Diese Hundeleckerli müssen immer in den Tagesbedarf mit eingerechnet werden. Top geeignet und bei Hunden extrem beliebt sind übrigens Möhren. Eine toller Ersatz für gekaufte Leckerli.

Was ist die beste Ernährung für Hunde in verschiedenen Altersklassen?

Schauen wir uns doch mal die verschiedenen Altersklassen von Hunden an. Das hilft uns sehr, die Hundeernährung so einzustellen, dass sie dem Bedarf deines Hundes auch gerecht wird.

Welches Futter ist für Welpen im Alter von 8 bis 16 Wochen am besten geeignet?

Das beste Futter für Hundewelpen ist ein qualitativ hochwertiges, kommerzielles Trockenfutter speziell für Welpen. So stellst du sicher, dass dein Hund alle Nährstoffe bekommt, die er für seine Entwicklung und ein gesundes Wachstum braucht.

Hundewelpen sind ganz besonders auf ein fachkundiges Füttern angewiesen, weil sie besonders empfindlich sind.

Jede Umstellung des Futters kann zu Magenproblemen führen, die sich dann zum Beispiel in Durchfall äußern. Gerade bei Umstellungen der Hundeernährung bei Welpen ist das ein ganz sensibles Thema.

Wenn du deinen Welpen vom Züchter bekommen hast, wird dieser dir wahrscheinlich eine Menge Informationen zur bisher verwendeten Nahrung gegeben haben. Wenn nicht, solltest du ihn unbedingt noch einmal ausführlich dazu befragen.

Sollte der Welpe aus dem Tierheim oder vom Tierschutz kommen, kannst auch dort fragen, welches Futter bislang verfüttert wurde.

Es ist wichtig, die bisherige Ernährung beim Welpen so weiter fortzuführen, wie sie gehandhabt wurde.

Nach wenigen Wochen kannst du beginnen, dein eigenes Futter nach und nach zum bestehenden Futterplan hinzuzufügen und die bisherige Ernährung ausschleichen zu lassen.

Eine tolle Variante, die ich bei unseren Hunden auch immer im Welpenalter angewandt habe, ist zusätzliches Futter selbst zu kochen. Das habe ich sehr einfach gehalten: Huhn, Innereien und Gemüse wie Möhren oder Kartoffeln ohne Gewürze habe ich im Topf gekocht und immer ein paar Löffel davon unter das Trockenfutter gemengt.

Mein Labrador hat das Futter in Nullkommanix weggeputzt. 😉

Tierarzt Dr. Hölter hat einen lesenswerten Artikel über die richtige Ernährung von Hunden im Wachstum geschrieben, den ich dir empfehlen würde.

Das kannst du füttern, wenn dein Hund älter als 16 Wochen ist

In diesem Alter kannst du die Ernährung für deinen Hund komplett frei so umstellen, wie du es gerne möchtest und richtig findest. Die Gefahr, dass dein Hund auf eine Umstellung des Futters extrem sensibel reagiert, besteht jetzt nicht mehr in dem Ausmaß, wie es bei Welpen der Fall ist.

Auch in dieser Zeit solltest du natürlich darauf achten, dass dein gewähltes Futtermittel alles enthält, was dein Hund an Vitaminen und Spurenelementen braucht.

Außerdem solltest du den Stuhlgang und das Verhalten deines Hundes genau beobachten. Zu dünner Kot oder häufiges Kratzen können darauf hindeuten, dass dein Hund eventuell allergisch auf das Hundefutter reagiert. In diesem Fall rate ich dir, den Vierbeiner einmal beim Tierarzt vorzustellen, um ihn auf eine Futtermittel-Allergie untersuchen zu lassen.

In Bezug auf die Auswahl des Futters wird es jetzt aber auch für Einsteiger simpel.

Viele Futtermittel-Hersteller machen es dir extrem einfach, weil sie eine einfache Tabelle mit Alters- und Größenangaben auf die Rückseite der Hundefutter-Packungen drucken. Anhand dieser Tabelle kannst du ablesen, ob das Futter für die Größe, das Alter und das Gewicht deines Hundes optimal ist.

Zusätzlich zum normalen Futter kannst du deinem Hund in diesem Alter noch etwas Gutes tun. In diesem Alter weichen die Milchzähne des Welpen so langsam den bleibenden Zähnen deines Hundes.

Bei diesem Zahnwechsel kann dein Vierbeiner jede mögliche Unterstützung sehr gut gebrauchen. Und das bedeutet, dass rohe Fleischknochen jetzt sehr hilfreich sein können. Er wird sich in jedem Fall etwas zum Kauen suchen. Gibst du ihm einen Knochen, kannst du vielleicht das Leben deiner Schuhe oder deiner Dekogegenstände retten 😉

Was die Knochen angeht, würde ich immer auf zwei Dinge achten:

  1. Ein Knochen pro Woche ist eine gute Sache.
    Alles, was darüber hinausgeht, kann schnell wie eine Tüte Chips bei meinem Bauchumfang wirken. Du gibst deinem Hund den Knochen ja nicht als Hauptnahrung, sondern als Goodie oder Snack.
  2. Achte auf die Wahl der Knochen.
    Im Prinzip sind Knochen vom Schwein, Rind oder Lamm völlig ok. Nur Hühnerknochen solltest du vermeiden, weil diese zu sehr splittern, wenn dein Hund sie zerbeisst. Diese Splitter können zu inneren Verletzungen führen, die extrem schmerzhaft für deinen Hund sind. In vielen Fällen führt dann einer OP nichts mehr vorbei.

Tipp:
Jetzt kommt übrigens die Zeit, in der der Hund sein Futter nicht nur liebt. Er verteidigt es auch, wenn man ihm zu nahe kommt. Ich habe das mit mehreren Hunden schon erlebt und deswegen auch immer trainiert, mich in der direkten Nähe des Napfes zu bewegen.

Was sollte erwachsenen Hunden gefüttert werden?

Bei ausgewachsenen Hunden kommt kein spezielles Futter zum Einsatz. Zwar bieten dir die Futtermittel-Hersteller auch hier ganz besondere Hundenahrung für so ziemlich jede Hunderasse an, aber das ist eher verkaufsfördernd als zielführend.

Du solltest bei einem erwachsenen Hund einfach nur darauf achten, dass du wiederum hochwertiges Futter mit einem möglichst hohen Fleischanteil nimmst. Genügend Calcium und Vitamine sollten ebenfalls vorhanden sein.

Tipp:
Ob ein Futter für deinen Hund gut geeignet ist, oder nicht, siehst du oft schon nach wenigen Tagen an seinem Fell.

Wirkt das Fell sehr matt und wenig glänzend, deutet dies oft darauf hin, dass das Futter nicht optimal ist.

Oft wird das Fell gerade bei kurzhaarigen Hunden dann auch relativ struppig und nicht mehr so glatt, wie du es kennst.

Welche Nahrung solltest du für ältere Hunde verwenden?

Mein Labrador-Rüde Tano ist jetzt einer dieser „älteren Hundesenioren“. Deshalb steht das Thema Hundeernährung für ältere Hunde gerade bei uns ganz oben auf der Tagesordnung.

Ältere Hunde unterscheiden sich von einem jüngeren Haushund insbesondere dadurch, dass sie ebenfalls etwas empfindlicher auf eine falsche Ernährung reagieren.

Auch für unsere Oldies gibt es ganz bestimmtes Futter, dass auf den Packungen besonders angepriesen wird. Egal, ob Trockenfutter oder Nassfutter. Dieses Seniorenfutter muss aber nicht unbedingt die beste Wahl sein, wenn es um eine gesunde Ernährung geht.

Ich habe es nicht nur bei Tano, sondern bei allen unseren Hunden so gehalten, dass ich das Futter gar nicht großartig umgestellt habe.

Eine Futterumstellung auf spezielle Hundesenioren-Ernährung würde ich dir nur empfehlen, wenn dein Tierarzt einen Mangel an bestimmten Spurenelementen oder Vitaminen feststellt.

Spätestens bei den regelmäßigen Checkups beim Tierarzt fallen solche Mangelerscheinungen schnell auf und dein Doc kann dir fachkundig sagen, was du an der Ernährung umstellen musst.

Mein Tipp ist hier also eher, deinen älteren Hund regelmäßig beim Tierarzt untersuchen zu lassen, als voreilig das Futter umzustellen. Deine Oma geht wahrscheinlich mittlerweile auch wesentlich häufiger zum Arzt. Sie hört aber nicht auf, ihre Lieblingsgerichte zu essen, oder? 😉

Wie oft soll man Hunde am Tag füttern?

Eine Frage, die unter Hundemenschen ganz schnell zur Religionsfrage wird. Und dabei hängt sie gar nicht so sehr von uns Menschen ab, sondern von den Eigenarten deines Hundes.

Wie oft dein Hund am Tag gefüttert werden soll, entscheidet er automatisch durch seinen Appetit. Würde er einen ganzen Napf immer auf einmal verschlingen, solltest du ihn 2x am Tag füttern. Teilt er sich sein Futter selbst ein, kannst du bei einer Fütterung pro Tag bleiben.

Ganz richtig. Es gibt keine goldene Regel für die Häufigkeit der Fütterungen pro Tag. Es gibt auch keine wissenschaftlichen oder medizinischen Erkenntnisse darüber, ob eine oder zwei Fütterungen gesünder sind.

Nehmen wir als Beispiel mal meinen Labrador-Rüden Tano. Jeder, der Labradore kennt weiß, dass die Kollegen extrem verfressen sind. Würde ich Tano seine komplette Tagesration an Hundefutter auf einmal geben, würde er diese auch auf einmal fressen.

Bei einem ausgewachsenen Rüden ist das eine ganze Menge.

Deshalb bekommt mein Hund seit 13 Jahren auch zwei Mahlzeiten pro Tag. Eine morgens und eine abends. Damit stelle ich sicher, dass er nicht zu viel auf einmal frisst.

Und ich damit auch das Risiko einer Magendrehung ausschließen kann.

Gerade große Hunde benötigen wesentlich mehr Nahrung als ein kleiner Hund. Dazu kommt, dass große Hunde einen größeren Magen und auch Verdauungstrakt haben. Nimmt ein großer Hund zu viel Nahrung auf einmal auf, entsteht das Risiko, dass der Magen sich dreht, was nicht nur schmerzhaft, sondern auch lebensgefährlich für den Hund ist.

Lotta, die kleiner Hündin einer guten Freundin, ist da ganz anders gestrickt. Sie teilt sich das Futter über den Tag verteilt komplett selbst ein. Du kannst ihr morgens den Napf mit der kompletten Tagesration Hundenahrung hinstellen. Immer wenn sie hungrig ist, geht sie zum Napf und frisst etwas davon.

Tipp:
Probier mit deinem Hund aus, ob er seine Tagesration komplett in einem auffressen würde, oder ob er sich sein Futter einteilt. Je nach Verhalten deines Hundes kannst du entscheiden, ob du ihn einmal pro Tag oder zweimal fütterst.

Das klassische morgens, mittags, abends kennen wir ja von unserer eigenen Ernährung. Aber allein aus praktischen Gründen würde ich dir 3x täglich beim Füttern nicht empfehlen.

Zu welcher Uhrzeit solltest du deinen Hund füttern?

Die Uhrzeit, zu der du deinen Hund fütterst ist unerheblich. Optimal ist es, sich an den Tageszeiten zu orientieren. Also eine Fütterung morgens und eine Mahlzeit abends.

Dein Hund hat übrigens eine sehr gute innere Uhr, wenn es um sein Fressen geht 😉 Mein Labbi Tano sagt mir schon intensiv Bescheid, wenn er meint, dass die Zeit für seine Mahlzeit gekommen ist.

Trocken- oder Nassfutter? Welches Futter ist für die Ernährung deines Hundes besser geeignet?

Die nächste Religionsfrage unter Hundehaltern.

Trockenfutter und Nassfutter sind beide für die Hundeernährung bestens geeignet. Wichtig ist aber, dass du Wert auf ein hochwertiges Futter mit hohem Fleischanteil und niedrigem Getreideanteil legst.

Trockenfutter oder Nassfutter? Was ist besser?
Trockenfutter oder Nassfutter? Was ist besser für deinen Hund?

Hochwertiges Futter bietet deinem Hund immer das optimale Verhältnis aus guten Inhaltsstoffen, Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen. Unabhängig davon, ob es Trockenfutter oder Nassfutter ist.

Tipp:
Wenn du möchtest, kannst du beide Hundefutter-Arten noch ein wenig aufpeppen. So mache ich das selbst schon seit Jahren sehr erfolgreich.

Es gibt zum Beispiel keine Trockenfuttermahlzeit für meinen Rüden, ohne dass ich noch ein wenig rohe Möhre, ein wenig Quark oder ein rohes Ei mit untermenge. Besonders beliebt bei ihm und optimal für’s Fell ist übrigens auch Lachsöl, von dem du einen Esslöffel mit ins Futter mengen kannst.

Ist Trockenfutter wirklich so schlecht für Hunde?

Trockenfutter hat bei vielen Hundehaltern keinen besonders guten Ruf. Und das eigentlich völlig unbegründet. Einfach weil Trockenfutter nicht schlechter oder besser für Hunde ist, als jedes andere Futter auch.

Die Hersteller hochwertiger Trockenfutter richten die Inhaltsstoffe am tatsächlichen Bedarf des Haushundes optimal aus. Viel Fleisch und viele Vitamine für die Gesundheit deines Hundes findest du also auch in Trockenfutter und nicht nur in Nassfutter oder beim Barfen.

Wenn du näher ins Thema eintauchen möchtest, gibt’s noch einen Artikel mit mehr Infos von Tierarzt Ralph Rückert, der dir das Ganze aus tierärztlicher Sicht näher bringt.

Vegetarische Hunde Ernährung mit Obst und Gemüse

Die Idee, sich vegetarisch zu ernähren, schwappt so langsam aber sicher auch auf die Ernährung von Hunden über. Immer mehr Hundehalter möchten ihren Hund lieber vegetarisch oder sogar vegan ernähren.

Gibt’s damit ein Problem? Jein.

Während Veterinäre und Wissenschaftler von einer rein veganen Ernährung eher abraten, ist eine vegetarische Fütterung grundsätzlich möglich. Mit rohem oder gekochtem Gemüse, Reis, Nudeln, Milch und Eiern lässt sich mancher Hundenapf füllen, der deinem vierbeinigen Freund super schmeckt.

Die beste Ernährung zu gewährleisten wird nur wesentlich komplizierter.

Du musst darauf achten, dass das Verhältnis aus Vitaminen, Mineralstoffen und Proteinen stimmen muss, damit dein Hund gesund bleibt und sich perfekt entwickeln kann.

Für den Otto-Normal-Hundehalter ein extrem schwierige Aufgabe, die du fachkundigen Händen überlassen solltest.

Deshalb würde ich dir im Interesse deines Hundes dringend empfehlen, das nur mit einem spezialisierten Tierarzt an deiner Seite zu machen. Ein Arzt der auf die Ernährung von Hunden spezialisiert ist, kann dir einen kompletten Diät- und Ernährungsplan erstellen.

In einem solchen Plan ist genau festgelegt, was deinem Hund in welcher Menge und wie oft gefüttert werden kann. So stellst du sicher, dass es nicht zu Mangelerscheinungen kommt, die manchmal auch erst nach einer Zeit als Spätfolgen auftauchen.

Mehr Artikel zu diesem Thema

Barfen als Ernährungs-Methode

Wenn du von BARF noch nichts gehört hast, macht das nichts. Ich erkläre dir das kurz.

BARF ist die Abkürzung für „Biologisch artgerechte Rohfütterung“. Beim so genannten Barfen wird ausschließlich Fleisch verfüttert, dass

  1. frisch ist
  2. unverarbeitet ist

Das normale Dosenfutter oder gar Trockenfutter kommt einem eingefleischten Barfer also erst gar nicht in den Napf.

Die Theorie dahinter ist, dass das Fressen von Fleisch der natürlichen Ernährung des Hundes in freier Wildbahn am nächsten kommt und so gleichzeitig auch einige Vorteile hat, die normales Futter dem Hund nicht bietet.

Dazu gehört

  1. eine positive Förderung des natürlichen Kau- und Bisstriebes des Hundes.
  2. eine Vermeidung von Allergien, die bei anderen kommerziellen Futtermitteln auftauchen können.
  3. die Verbesserung der Gesundheit des Tieres, weil zum Beispiel weniger Magenproblem oder Erkrankungen des Darms auftreten können.

Ob BARF jetzt wirklich wesentlich besser ist, als andere Ernährungsformen des Hundes, ist wissenschaftlich nicht wirklich belegt.

Fakt ist aber, dass du beim BARFEN genauso auf den Energie- und Proteinbedarf deines Vierbeiners achten musst, wie bei der vegetarischen Ernährung.

Dazu gibt es zahlreiche Mittelchen und Pülverchen, die du im Fachhandel kaufen kannst. BARF ist nämlich zu einer sehr erträglichen Einkommensquelle mancher Hundefutter-Hersteller geworden.

Wenn du dich für das BARFEN entscheidest, rate ich dir dringend das in Absprache mit deinem Tierarzt zu machen. Er ist medizinisch geschult, weiß was dein Hund braucht und berät dich aus einer neutralen Position heraus.

Welche Nahrung ist für den Hund nicht geeignet?

Der Haushund wird ja gerne mal als eine Art Allesfresser gesehen. Ist er vielleicht auch, wenn es nach ihm geht.

Es gibt aber auch eine ganze Reihe von Nahrungsmitteln, die du deinem Hund nicht oder nur in kleinen Mengen geben solltest.

Die wichtigsten habe ich hier für dich mal aufgelistet.

Das dürfen Hunde nicht fressen
Bestimmte Dinge dürfen und sollen Hunde nicht fressen

Schokolade

Hunde lieben Schokolade, sollten sie aber niemals bekommen!

So lieb dein Vierbeiner dich auch anschaut, wenn du dir deine Tafel Schoki gönnst: gib ihm niemals Schokolade.

Leider wissen noch immer viel zu wenige Hundehalter, dass Schokolade hochgradig giftig für Hunde ist. Deshalb sind auch kleine Stücke Schoki absolut tabu!

Zwiebeln und Knoblauch

Unsere Hunde würden Zwiebeln und Knoblauch erst gar nicht ins Maul nehmen. Auch wenn wir sonst stolz auf die Leistung unserer vierbeinigen Staubsauger sein können.

Leider sind aber nicht alle Hunde so drauf. Und deshalb solltest du Zwiebeln und Knoblauch niemals an deinen Hund verfüttern!

Wenn wir verstehen wollen, wie schlecht Zwiebeln und Knoblauch für deinen Hund sind, müssen wir mal medizinisch schauen, was sie bewirken.

Sie verursachen eine oxidative Schädigung der roten Blutkörperchen im Blut deines Hundes. Diese platzen dann auf und verursachen eine Anämie. Also eine Unterversorgung des Blutes mit Sauerstoff.

Klingt gefährlich und ist es auch. Deshalb gib deinem Hund niemals auch nur kleine Stücke von Zwiebeln oder Knoblauch.

Bestimmte Zitrusfrüchte

Die meisten Zitrusfrüchte wie Zitrone, Orange, Limette oder Grapefruit enthalten Zitronenssäure.

Genau diese Zitronensäure vertragen die meisten Hund gar nicht, oder nur in sehr geringem Maß. Vertragen sie die Zitronensäure nicht, kommt es in der Regel zu Erbrechen, Durchfall und im schlimmsten Fall zu einer Schädigung des zentralen Nervensystems.

Deshalb solltest du gerade die oben genannten Zitrusfrüchte meiden, wenn du deinen Hund fütterst. Bestenfalls auch nicht als Snack verfüttern.

Brot, Kuchen und roher Teig

Eigentlich ist der Haushund ja kein typischer Brot- und Kuchenesser. Deshalb sieht man ja auch relativ selten Hunde mit einer Marmeladenstulle im Maul durch die Natur laufen.

Wir Menschen neigen aber gerne mal dazu, dem Vierbeiner ein kleines Snack-Goodie von unserer eigenen Mahlzeit abzugeben, was auch völlig ok ist.

Zumindest bei Brot.

Das Kuchen vielleicht nicht die idealste Hundeernährung bildet, kannst du dir sicher selbst schon vorstellen. Das muss ich hier eigentlich gar nich groß erwähnen.

Bei rohem Teig sieht das anders aus, weil die meisten Hundehalter gar nicht wissen, wie gefährlich roher Brot- und Kuchenteig für den Hund sein kann.

Teig enthält ja in der Regel Hefe, die noch arbeitet, während der Teig eine Rohe Masse ist. Wenn diese Hefe weiter aufgeht, kann sie Blähungen im Verdauungssystem des Hundes verursachen. Das ist nicht nur sehr schmerzhaft für deinen Hundekumpel, sondern kann im schlimmsten Fall damit enden, dass der Magen platzt.

Besonders fettige Nahrungsmittel

Na komm, mit diesem Punkt in dieser Aufzählung hast du doch eigentlich gerechnet, oder? Klar, weil besonders fettige Nahrungsmittel nicht nur für uns Menschen schlecht sind, sondern auch wenn es um das Thema Hundeernährung geht.

Fettiges Futter macht deinen Hund nicht nur dick und unbeweglich, sondern kann in Folge auch dafür sorgen, dass Knochen und Muskulatur mit dem erhöhten Gewicht überfordert sind.

Zusätzlich kann es durch fettiges oder sehr süßes Futter beim Hund zu einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse kommen.