So kannst du deinem Hund beibringen andere Hunde zu ignorieren

Hund beibringen andere Hunde zu ignorieren

Deinem Hund beizubringen, andere Hunde zu ignorieren und ihnen nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken, ist ein wichtiger Teil des Hundetrainings und gibt dir eine deutlich bessere Kontrolle über deinen Hund, wenn ihr unterwegs seid.

Du kannst deinem Hund beibringen, andere Hunde zu ignorieren, indem du mit deinem Hund in einem gewissen Abstand zu ihnen spazieren gehst und seine Aufmerksamkeit auf dich richtest. Wenn die Reaktion deines Hundes auf andere Hunde nachlässt, kannst du dich ihnen nähern, bis du an einem anderen Hund vorbeigehen kannst, ohne dass dein Hund ihn anspringt.

Das Training ist eine Herausforderung, vor allem bei manchen Hunden. Deshalb stellen wir dir hier einige der besten Methoden vor, mit denen du deinen Hund dazu bringen kannst, andere Hunde zu ignorieren.

3 Methoden: Deinem Hund beibringen andere Hunde zu ignorieren

Niemand möchte, dass sein Hund sich nach vorne stürzt und anfängt, zu bellen und aufgeregt herumzuspringen. Das kann zu unkontrollierten Situationen führen und manchmal sogar dazu, dass jemand verletzt wird. Außerdem ist es irgendwie peinlich, oder? 😉

Deshalb ist es wichtig, dass dein Hund ruhig auf andere Hunde reagiert und sie ignoriert.

Das kannst du erreichen, indem du eine Ablenkungstechnik anwendest, die sicherstellt, dass dein Hund mit dir und nicht mit dem anderen Hund beschäftigt ist.

Dazu gehören in der Regel Leckerlis und das Gehen an der Leine, aber auch das Training ohne Leine. Wir gehen weiter unten genauer auf die Methode ein, aber sie umfasst folgende Schritte:

  1. Deinem Hund beibringen, dass er dich auf Kommando ansieht, wenn es keine Ablenkung gibt
  2. Deinem Hund beibringen, dich auf Kommando anzuschauen, wenn es eine kleine Ablenkung gibt
  3. Du bringst deinem Hund bei, dich auf Kommando anzuschauen, wenn die Ablenkung allmählich stärker wird.

Mit dieser Methode kannst du die Aufmerksamkeit deines Hundes umlenken, wenn er einen anderen Hund sieht. Dadurch sollte er weniger stark auf den anderen Hund reagieren und ihn allmählich dazu bringen, ihn zu ignorieren. Bei manchen Hunden ist das viel schwieriger als bei anderen, aber die Beharrlichkeit dieser Methode sollte sich schließlich auszahlen.

Dies ist eine wichtige Fähigkeit, die du dir aneignen musst, denn sonst wirst du feststellen, dass du deinen Hund ständig zurückrufen musst, wenn er nicht angeleint ist. Und dass er immer zieht, wenn er angeleint ist.

Dein Rückruf kann an Effektivität verlieren, wenn du ihn ständig benutzt, und das führt zu unangenehmen Spaziergängen. Außerdem erhöht sich dadurch das Risiko eines Unfalls.

Tipp:
Achte genau auf die Körpersprache deines Hundes. Mit etwas Übung kannst du schon sehr früh erkennen, dass er dem anderen Hund mehr Aufmerksamkeit schenkt, als er sollte.

Methode 1: Training mit Leckerlis

Training mit Leckerlis

Beginne das Training bei dir zu Hause, ohne Ablenkungen. Halte eine Packung Leckerlis bereit, warte, bis dein Hund etwas tut, und rufe dann seinen Namen.

Wenn er zu dir aufschaut, gibst du ihm ein Leckerli.

Wiederhole diesen Vorgang mehrere Tage lang, bis dein Hund sich zuverlässig zu dir umdreht, wenn du seinen Namen rufst, egal, was er gerade tut.

Als Nächstes gehst du mit deinem Hund angeleint an einem Ort spazieren, an dem ihr wahrscheinlich anderen Hunden begegnet, aber nur in einem gewissen Abstand. Wenn dein Hund einen anderen Hund sieht, rufe seinen Namen und gib ihm ein Leckerli, wenn er dich ansieht. Halte seinen Blick auf dich gerichtet. Wenn er dich nicht ansieht, verstärke das Training ohne die Ablenkung durch andere Hunde.

Wenn es funktioniert, verstärke es mit anderen Hunden in einiger Entfernung und nähere dich allmählich den Hunden, die dein Hund ignorieren soll. Belohne deinen Hund immer wieder mit Leckerlis und Lob, wenn er sich auf dich konzentriert, und schimpfe nicht mit ihm, wenn er sich auf einen anderen Hund stürzt.

Ein entschiedenes “Nein” reicht aus.

Wenn du diese Methode beibehältst, solltest du irgendwann in der Lage sein, an Hunden aus nächster Nähe vorbeizugehen, ohne dir Sorgen darüber machen zu müssen, wie dein eigener Hund reagieren wird. Wie bei jeder Art von Training kann es Wochen dauern, bis du verlässliche Ergebnisse erzielst, aber wenn du konsequent und geduldig bist, wird es sich auszahlen.

Denke daran, die Anfangsphase ohne Ablenkungen zu trainieren und bei Bedarf darauf zurückzukommen.

Methode 2: Das Stupser-Training

Wenn du feststellst, dass die erste Methode bei dir nicht gut funktioniert, solltest du es mit der Stupser-Methode versuchen.

Diese Methode funktioniert vielleicht besser, wenn dein Hund nicht besonders futterorientiert ist (obwohl du bei der obigen Methode ein Leckerli durch ein Lieblingsspielzeug ersetzen kannst, falls nötig).

Die Technik ist ähnlich:

Beginne damit, mit deinem Hund in einem gewissen Abstand zu anderen Hunden spazieren zu gehen. Beobachte deinen Hund genau, wenn ein anderer Hund in Sicht ist, und wenn er auf den anderen Hund reagiert, stupse ihn mit deinem Knie in die Seite. Das sollte ihn von seiner Aufregung ablenken, und du kannst ihm ein Leckerli geben, wenn er sich beruhigt hat.

Dein Hund wird lernen, ruhiges Verhalten mit Leckerlis zu verbinden, und du kannst dich den anderen Hunden wie bei der anderen Methode langsam nähern. Wenn dein Hund den Stupser ignoriert, versuche es mit einem kurzen Ruck an der Leine, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen.

Methode 3: Training mit befreundeten Hunden

Hundetraining in einer ruhigen Umgebung

Wenn du Probleme mit dem Training in der Öffentlichkeit hast, kannst du ein paar Freunde bitten, ihre Hunde mitzubringen. Bleib mit deinem Hund an der Leine in deinem Garten stehen und lass jeden Freund mit seinem Hund an der Leine vorbeigehen (immer nur einen).

Sage deinem Hund fest “Nein”, wenn er sich stürzt, und gib ihm ein Leckerli, wenn er sich hinsetzt. Diese Art der Desensibilisierung kann intensiver durchgeführt werden als bei der Arbeit in der Öffentlichkeit, und es ist einfacher, den Abstand zwischen den Hunden zu kontrollieren. Also ist es eine gute Idee, wenn dein Hund mit diesem Aspekt des Trainings besonders zu kämpfen hat.

Du musst diese Übung mehrmals wiederholen. Daher erfordert sie ein gewisses Maß an Engagement und Organisation, aber sie ist eine sehr effektive Methode, um deinen Hund in der Nähe anderer Hunde zu beruhigen. Vor allem, wenn dies ein Problem darstellt.

Unter’m Strich

Du kannst deinem Hund beibringen, andere Hunde zu ignorieren, indem du ihn mit Leckerlis oder Spielzeug ablenkst und ihm so zeigst, dass du etwas viel Interessanteres hast als einen potenziellen Spielkameraden, wenn er sich benimmt.

Du kannst deinen Hund auch bis zu einem gewissen Grad desensibilisieren, indem du Freunde dazu bringst, mit ihren Hunden an der Leine an dir vorbeizugehen, und deinen Hund aufforderst, still zu sitzen.

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Für dich geschrieben von

Heiko Schneider

Ich bin mit Hunden aufgewachsen. Seit über 10 Jahren erlebe ich mit meinem Labradorrüden Tano kleine und große Abenteuer. Im Hundekumpel Blog teile ich meine Erfahrungen mit meinen liebsten vierbeinigen Freunden.

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