Wie lange schlafen Welpen?

Als mein Labrador Rüde Tano zu mir gekommen ist, hat er als Welpe unendlich viel geschlafen. Zwischen den Schlafeinheiten hat er mir zwar mit seiner Energie so manchen Nerv geraubt. Aber dennoch habe ich mich immer gefragt: wie lange schlafen Welpen in der Regel?

In diesem Artikel erkläre ich dir alles zum Schlafbedarf von Welpen und jungen Hunden. Außerdem kläre ich für dich, ob die Schlafzeit sich von Rasse zu Rasse unterscheidet.

Wie lange schlafen Welpen?

Welpen schlafen zwischen 18 und 20 Stunden pro Tag. Auch wenn Sie absolute Energiebündel sind, ist diese tägliche Schlafdauer für ihre körperliche Entwicklung wichtig.

Je nachdem, wie viele Wochen dein Welpe alt ist, kannst du davon ausgehen, dass er für einen großen Teil seines frühen Lebens etwa zwanzig Stunden am Tag schläft. Auch wenn das viel erscheint, ist der Schlaf ein wichtiger Teil ihres Tagesablaufs, da sie sich sowohl geistig als auch körperlich entwickeln.

So lange schlafen Welpen
Gerade Welpen brauchen ausreichend viel Schlaf.

Wie viele Stunden Schlaf solltest du von deinem Welpen erwarten?

Wie viel dein Welpe schläft, hängt stark davon ab, wie alt er ist. Neugeborene Welpen schlafen mit zwanzig bis zweiundzwanzig Stunden Schlaf pro Tag am längsten. Wenn sie weiter wachsen, wird diese Zahl abnehmen, wenn auch nicht viel.

Wenn dein Welpe acht bis zwölf Wochen alt ist, beginnt er weniger zu schlafen als in den ersten zwei Monaten.

In diesem Alter schlafen sie zwischen achtzehn und zwanzig Stunden am Tag. Nach drei Monaten kann sich diese Zahl auf etwa fünfzehn Stunden pro Tag verringern.

Wenn dir selbst das viel erscheint, solltest du bedenken, dass selbst erwachsene Hunde bis zu vierzehn Stunden am Tag schlafen.

Bekommt man als Hundehalter irgendwie nie so richtig mit, ist aber wissenschaftlich untersucht.

Spielt die Rasse eine Rolle?

Ja, die Rasse deines Welpen hat einen gewissen Einfluss darauf, wie lange er mehr Schlaf benötigt. Größere Rassen brauchen länger, um ihr volles Wachstum in Größe und Gewicht zu erreichen, als kleinere Rassen.

Daher brauchen Welpen mehr und längeren Schlaf, während sie in der Wachstumsphase sind.

Warum schlafen Welpen so viel?

Welpen schlafen so viel, weil sie in der Wachstumsphase stecken und sich noch entwickeln. Ähnlich wie menschliche Babys machen neugeborene Welpen eine Reihe von mentalen Entwicklungen durch, während sie auch körperlich wachsen.

In den ersten zwölf Wochen macht dein Welpe eine Menge Veränderungen durch, von denen einige dazu gehören:

  • Körperliche Veränderungen wie das Öffnen der Augen, Sitzen, Stehen, Gehen, Laufen und die damit verbundenen mentalen Sprünge.
  • Die Entwicklung ihres Verdauungstraktes und die Veränderung der Nahrungsquelle.
  • Verhaltensänderungen, da sie neugieriger werden und anfangen zu erforschen, und sogar Persönlichkeitsmerkmale zeigen.

Bei all der Energie, die verbraucht wird, braucht dein vierbeiniger Freund viel Ruhe, um diese Energie zu speichern und wieder aufzufüllen.

Wie kann der Schlaf Welpen sonst noch helfen?

Schlaf hat in der Wachstumsphase eines Hundes auch noch ganz andere Auswirkungen auf den Körper.

Er gibt Welpen nicht nur die Energie, die sie zum Wachsen brauchen, sondern unterstützt auch die gesunde Entwicklung ihres Körpers.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass der Schlaf eine direkte Auswirkung auf verschiedene Bereiche des Körpers hat.

Dazu gehören…

  1. Muskeln
    Hunde sind absolute Kraftpakete. Damit dein Welpe ausreichend Muskulatur aufbauen kann, ist nicht nur Training angesagt, sondern tatsächlich auch reichlich Schlaf.
  2. Zentrales Nervensystem
  3. Gehirn
  4. Immunsystem
    Ein ausreichend starkes Immunsystem ist wichtig, um deinen Hund vor Krankheiten zu schützen und die Selbstheilungskräfte des Körpers auf einem hohen Niveau zu halten. Ausreichender Schlaf wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus.

So unterstützt du deinen Welpen genug zu schlafen

Du siehst, wie wichtig es ist, dass dein Welpe ausreichend viel Schlaf bekommt.

Und gerade weil Welpen so dermaßen aktiv sind, ist es wichtig, dass du als Halter einen positiven Einfluss auf das Schlafverhalten deines Hundes nimmst.

Es gibt ein paar Tricks, die dir dabei helfen, die gesunde Schlafdauer für deinen kleinen Vierbeiner zu erreichen.

1. Störe deinen Hund nicht beim Ausruhen

Die Kleinen sehen extrem süß aus und man möchte sie am liebsten die ganze Zeit über knuddeln. Kann ich gut verstehen.

Wenn dein Welpe sich von alleine zur Ruhe gelegt hat, solltest du ihn nicht mehr stören. Geh nicht zu ihm hin, sprich ihn nicht an, sondern lass ihn vollständig in Ruhe.

Er holt dich gerade genau die Portion Schlaf, die er braucht. Störst du ihn dabei, wird er sehr wahrscheinlich wieder komplett aktiv und es dauert, bis er wieder zur Ruhe kommt.

2. Einen festen Ort für das Schlafen einführen

Ein fester, sicherer Ort zum Schlafen ist für einen Hund genauso wichtig, wie für uns Menschen.

Wahrscheinlich hast du eh schon ein Hundebett besorgt und deinem Welpen ein gemütliches Plätzchen eingerichtet.

Wichtig ist, dass du das Hundebett als „stillen Ort“ vollständig etablierst. Das bedeutet, dass auf dem Hundebett niemals gespielt oder geknuddelt wird.

Hat dein Welpe einmal verstanden, dass das Hundebett ein Ort ist, an dem ausschließlich ausgeruht und geschlafen wird, hilft ihm das, sich immer wieder an diesen Ort zurückzuziehen.

Einen weiteren Vorteil dieses „stillen Ortes“ wirst du sehr schnell in der Welpenerziehung feststellen:

Viele Hundehalter haben Schwierigkeiten, ihrem Welpen Ruhe beibringen zu können.

Hat dein Hund aber einmal gelernt, dass auf dem Hundebett nichts anderes als zur Ruhe kommen angesagt ist, kannst du ihn auch ganz gezielt auf das Bett schicken, wenn er es mal wieder zu bunt treibt.

3. Aktive und passive Phasen abwechseln

Dein Hund weiß nicht, wann es mal Zeit ist, ein wenig zu schlafen. Du als Rudelchef musst oftmals diese Schlafphasen einleiten.

Wenn du merkst, dass dein Hund während des Spielens unmotivierter und müder wird, beendest du das Spiel und schickst ihn aufs Bett.

Sorge dafür, dass sich aktive Phasen mit viel Spiel und Spaß mit den passiven Schlafphasen abwechseln.

4. Einen festen Zeitplan aufbauen

Ich würde dir tatsächlich empfehlen, einen festen Zeitplan für alle Dinge aufzubauen, die den Tagesablauf deines Welpen beeinflussen.

Dazu gehören tägliche Abläufe wie das Aufstehen, Gassi gehen, Futtern und natürlich auch das Schlafen.

Hunde sind da nicht anders gestrickt, als Menschen. Wenn klar ist, dass nach dem Frühstück erstmal eine Runde geschlafen wird, gibt’s damit auch weniger Probleme.

Tipp:
Wenn du eine Zeitplan für deinen Welpen aufstellst, kannst du die Fütterungszeiten speziell mit berücksichtigen. Sehr junge Hunde müssen sich in der Regel ca. 1 Stunde nach dem Fressen und Trinken erleichtern.

Wenn du diese Stunde mit bedenkst und die Schlafenszeit nicht direkt nach dem Futter einplanst, kannst du sicherstellen, dass der Schlaf auch wirklich klappt.

Schläft dein Welpe zu viel?

Wenn du dich fragst, wie lange Welpen schlafen und feststellst, dass dein Welpe selbst für sein Alter zu viel schläft, solltest du deinen Tierarzt aufsuchen.

Wenn dein Welpe mehr als zwanzig Stunden schläft oder Anzeichen von übermäßiger Müdigkeit und Lethargie zeigt, kann das ein Zeichen von Unterernährung oder Dehydrierung sein, manchmal sogar aufgrund einer Krankheit.

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