Welpe kommt nicht zur Ruhe. So bringst du deinem Welpen Entspannung bei.

Dein Welpe kommt nicht zur Ruhe? Wenn du glaubst, dass du an einen hyperaktiven Hundewelpen geraten bist, kann ich dich beruhigen. Das Verhalten ist ganz normal. Mit den Tipps in dieser Anleitung bringst du deinem Welpen schnell Entspannung bei. Mit Ruhephasen, einem Ruhesignal und etwas Erziehung.

Und zwar ganz einfach Zuhause und ohne Hundetrainer.

Diese Ursachen hat die Unruhe bei Welpen

Es gibt überhaupt keinen Grund, in dieser Situation zu verzweifeln. Was du gerade mit deinem Welpen durchmachst, haben schon tausende von Hundehaltern vor dir mitgemacht.

Ich auch – und zwar mehrfach.

Welpen sind einfach ungestüme, unruhige Gesellen, die Gelassenheit erst beigebracht bekommen müssen. Weil sie sich, ihre Umgebung und ihre Mitbewohner ausgiebig entdecken wollen.

Ich habe dir ein paar Tipps zusammengestellt, mit denen du deinem Welpen diese Gelassenheit beibringen und ihn schnell zur Ruhe bringen kannst.

Das kannst du machen, wenn dein Welpe nicht zur Ruhe kommt

Welpe Ruhe beibringen
In 4 einfachen Schritten kannst du deinem Welpen Ruhe beibringen.

1. Ignoriere deinen Hund

Hunde suchen kontinuierlich nach Aufmerksamkeit. Nicht nur Welpen, sondern auch ausgewachsene Hunde.

Natürlich ist es überhaupt nicht verkehrt, wenn du deinem Hund Aufmerksamkeit schenkst. Du solltest nur selbst bestimmen, wann das der Fall ist.

Mein Labrador Rüde Tano war schon als Junghund ein ziemlich unruhiger Hund, der dauernd Aufmerksamkeit und Spaß eingefordert hat. Und die erste Zeit hat er genau diese beiden Dinge immer wieder von mir bekommen.

Bis ich selbst keine ruhige Minute mehr hatte und mich nicht mehr in Ruhe auf die Couch legen konnte.

Der einfachste Weg ist es, deinen Hund einfach zu ignorieren, wenn er vor die steht und Aufmerksamkeit einfordert. Ignorieren bedeutet, dass du ihn weder anschaust, noch mit ihm sprichst.

Ein Hund weiß sehr genau wann du ihn anschaust. Er weiß auch als Welpe schon genau, wann er es geschafft hat, deine Aufmerksamkeit zu erregen und sein Ziel erreicht hat.

Wenn du dich an dieses einfache Grundprinzip hältst, wirst du sehr erstaunt sein, wie schnell dein Hund wesentlich ruhiger wird.

2. Mach das Hundebett zu einem ruhigen Ort

Jetzt komme ich mir zwar fast vor, wie die Supernanny mit ihrer stillen Treppe, aber das Prinzip ist fast das Gleiche. ?

Während der kompletten Hundeerziehung wirst du immer wieder einen festen Ort brauchen, der

  1. der Platz deines Hundes ist und auf den du ihn mit einem einfachen Kommando schicken kannst.
  2. für Ruhe steht. Auf dem nicht gespielt und getobt wird. Nur geschlafen und relaxed.

Dieser Ort ist in der Regel das Hundebett, dass du deinem Welpen bei den ersten Einkäufen für den neuen Mitbewohner gekauft hast.

Das Hundebett sollte an einem Platz aufgestellt werden, der in deiner Nähe ist, ohne dabei zu zentral im Raum zu stehen. Gerade dominante Hunde lieben es, wenn sie den Raum komplett von ihrem Bett aus kontrollieren können.

Klingt ganz nett, ist aber nichts, was du im späteren Verlauf der Hundeerziehung haben möchtest.

Wenn dein Welpe oft unruhig ist, sollte das Bett ein Ruheplatz sein, auf den du ihn schicken kannst oder zu dem du ihn manchmal auch einfach tragen kannst.

Das Bett wird mit der Zeit für deinen Hund zu einer Entspannungszone, in der er sich geborgen und behaglich fühlt.

Die Idee hinter diesem festen Ruheort ist nicht, dass du den Welpen dort hin schickst, sobald er zu stark anfängt zu toben. Stattdessen sollte das Bett immer wieder auch in ruhigeren Zeiten eine Anlaufstation sein, um ein kurzes Nickerchen zu machen, oder zu entspannen.

Deshalb solltest du auch in stillen Phasen regelmäßig üben, deinen Welpen auf diesen Platz zu schicken und ihn dabei nicht weiter beachten.

Ruhephasen einführen
Regelmäßige Ruhephasen helfen deinen Welpen zu beruhigen

3. Ruhe lernen: Führe feste Ruhephasen für deinen Welpen ein

Welpen brauchen eine regelmäßige Ruhephase. So viel Spaß du auch beim Spielen mit deinem kleinen Hund hast, so wichtig sind diese Phasen, in denen einfach mal nichts passiert.

Hier liegt ganz oft ein großer Fehler, den wir Menschen im Umgang mit den Hunden machen. Besonders, wenn sie noch sehr klein und sehr süß sind.

Wir bemuttern sie extrem stark, streicheln sie und versuchen sie durch gutes Zureden und Berührung zu beruhigen. Die meisten Hunde fühlen sich in ihren Ängsten oder in Ihrer Unruhe dabei aber noch bestätigt und geben erstmal richtig Gas.

Gewöhn dich dran, dass du deinen Hund in einer Ruhephase völlig in Ruhe lässt. Nicht hingehen, nicht ansprechen, nicht streicheln und auch nicht direkt rüber schauen.

Ein Blick, den dein Welpe auffängt genügt oft und es ist vorbei mit Ruhe und Entspannung.

Ruhesignal mit Welpen trainieren
Ein festes Ruhesignal mit deinem Welpen trainieren

4. Führe ein Ruhesignal ein

Ein Ruhesignal ist extrem hilfreich, wenn du deinem Welpen Entspannung beibringen willst. Je früher du dieses Signal trainierst, desto besser wirst du später auch mit einem ausgewachsenen Hund fertig, der zu viel Unruhe in sich hat.

Ein Ruhesignal oder Ruhekommando kannst du sehr schnell und einfach einüben. Und zwar immer in dem Moment, in dem dein Hund eh schon das macht, was du gerade von ihm möchtest.

Warte, bis dein Hund oder Welpe sich von alleine hinlegt und entspannt. Auch beim wildesten Hund gibt es immer wieder diese Momente.

Sobald er sich hingelegt hat, sagst du deutlich einen Begriff, den du dir vorher als Ruhesignal überlegt hast und lobst deinen Hund. Viele Menschen nutzen hier das Wort „Calm“. Wenn du deine Kommandos aber nicht verenglischen willst, tut es auch ein Wort wie „Ruhig“.

Unterstützen kannst du das dann noch mit einem kleinen Leckerchen, wenn du magst.

Diese Übung kannst du bis zu zehn Mal pro Tag wiederholen. Machst du das einigermaßen konsequent, wirst du schnell Erfolge sehen. Nach wenigen Wochen kann dein Welpe auf dieses Ruhesignal reagieren und sich automatisch entspannen.

Einen überdrehten Welpen beruhigen

Es gibt Welpen, die scheinen mehr Energie zu haben, als ein Duracell Hase. Höre ich besonders oft von Border Collies, Labradoren, Australien Shepherds oder Havanesern.

Wenn dein Welpe zu dieser Kategorie gehört, ändert das nichts an den Tipps, die ich dir oben gegeben habe. Du musst nur intensiver mit ihm arbeiten.

Für dich noch mal zusammengefasst:

Wenn dein Welpe überdreht ist, solltest du ihn schnell beruhigen. Jede weitere Aufmerksamkeit und jede Aufregung von deiner Seite wird ihn mehr aufregen und nicht mehr zur Ruhe kommen lassen.

Fängt dein Hund an, an dir hochzuspringen, zu bellen oder anders auf sich aufmerksam zu machen, bleibst du so ruhig wie möglich und ignorierst das Tier vollständig.

Dreh dich weg und versuche unter alle Umständen einen direkten Blickkontakt zu vermeiden.

Meine persönlichen Erfahrungen

Ganz zum Schluss machte ich dir noch meine persönlichen Erfahrungen zum Thema Ruhe bei Welpen mit auf den Weg geben. Vielleicht hilft es dir ja, ein paar Worte von einem Leidensgenossen zu lesen.

Als mein Labrador Tano als kleiner Hund bei mit eingezogen ist, habe ich gedacht, dass dies das Ende meiner entspannten Tage ist.

Nachts konnte ich nicht durchschlafen und morgens um 6:30h hat mein vierbeiniger Freund mich dann auch schon wieder geweckt.

Die Tage sahen nicht anders aus. Immer unruhig, immer Bock auf Spielen und keine ruhige Minute.

Nach wenigen Wochen hat sich das komplett geändert. Einfach weil ich genau die Tipps angewandt habe, die ich dir in diesem Artikel verraten habe.

Deshalb wünsche ich dir nicht einfach nur viel Schlaf und Glück mit deinem unruhigen Welpen. Ich weiß, dass du dieses Ziel schon ziemlich bald erreichen wirst.

Weitere Ressourcen:

Clickertraining zur Entspannung bei Hunden
http://www.tierpsychologie-oswald.de/clickertraining-und-entspannung.html

2 Gedanken zu „Welpe kommt nicht zur Ruhe. So bringst du deinem Welpen Entspannung bei.“

  1. Pinkelt auf Teppiche und glatten Untergrund, obwohl,ich mit ihr alle zwei h rausgehe und einmal am Tag spazieren, zweimal am Tag eine h Garten.

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