Was ist eigentlich mit den Hundewiesen los?

Wir sind ja extrem viel auf Hundewiesen in ganz Deutschland unterwegs. Denn nach Möglichkeit schauen wir uns die Hundewiesen, die bei Hundekumpel verzeichnet sind, gerne auch selbst mal an. Dabei fällt auf, dass die Stadtverwaltungen immer weniger Pflege und wahrscheinlich auch finanzielle Mittel in die Hundewiesen stecken.

Vor dem Hintergrund immer steigender Hundesteuersätze in vielen Kommunen in Deutschland, ist das eigentlich nicht wirklich verständlich. Man sollte davon ausgehen, dass zumindest ein Teil der Einnahmen durch die Hundesteuer, auch wieder Hunden und Hundehaltern zugute kommen.

Was uns besonders häufig aufgefallen ist, dass den Hundewiesen sehr, sehr häufig eine Umzäunung fehlt. Das bedeutet oft Stress für die Hundehalter, da sie immer wieder darauf achten müssen, wo ihre Hunde hin laufen und das bedeutet für die Hunde, dass sie nicht wirklich frei spielen können und sich entfalten können. Das trifft besonders auf die Hundewiesen zu, die direkt an Hauptverkehrsstraßen liegen, was gar nicht mal so selten ist.

Die Standard-Hundewiese, die uns immer wieder bei unseren Touren durch Deutschland über den Weg läuft, ist einfach nur eine freie Fläche in einem Park oder in einem Wald, die überhaupt nicht für Hunde und Hundehalter geeignet ist. In der Regel steht dort nur ein Schild, auf dem darauf hingewiesen wird, dass Hunde auch ohne Leine in diesem Gebiet laufen können. Von einer Umzäunung, Papierkörben oder sogar einer Kotbeutelstation ist dabei weit und breit überhaupt nichts zu sehen. Sitz- und Unterstellmöglichkeiten für Hundehalter sprechen wir dabei gar nicht an.

Wenn man so drüber nachdenkt, ist es klar, dass die Städte nicht durch die Bank Traumhundewiesen für unsere Hunde bauen können. Wenn man aber sieht, dass in vielen Städten noch nicht einmal eine Hundewiese verfügbar ist, die einigermaßen artgerecht ist, dann ist das schon verwunderlich und in der Regel auch ärgerlich.

Picken wir uns als Beispiel mal Hamburg raus. Inder Stadt leben rund 67.000 Hunde bei einer jährlichen Hundesteuer von 90 Euro. So genannte gefährliche Hunde (Hundesteuer 600,- Euro im Jahr) zählen wir jetzt einfach mal nicht mit. Das macht pro Jahr ca. 6 Millionen Euro Einnahmen nur über die Hundesteuer. Schaut man sich mit dieser Zahl im Hinterkopf die Hundewiesen in Hamburg an, fragt man sich zwangsläufig, wohin diese großzügige Finanzspritze wandert. Rechtlich ist das ganz einfach geregelt, denn die Hundesteuer muss nicht zwangsweise den Hunden und Hundehaltern zugute kommen. Diese so genannte Aufwandssteuer wird vielmehr dazu eingesetzt, die kommunalen Haushalte auszugleichen.

Wir würden uns dennoch freuen, wenn die Stadtverwaltungen wieder den eigentlichen Sinn und Zweck der Hundesteuer-Erhebung in den Fokus nehmen könnten und zumindest eine Hundewiese pro Stadt zu dem machen können, was sie eigentlich sein soll: ein Ort, an dem Hunde sich nach Herzenslust austoben können und an dem Hundehalter unbesorgt mit anderen Hundehaltern kommunizieren können.

Wenn du coole Hundewiesen in deiner Umgebung finden möchtest, kannst du einfach unsere Hundewiesen-Suchfunktion nutzen. Wir haben Hundewiesen in ganz Deutschland für dich gelistet!

1 Antwort
  1. Elisa
    Elisa says:

    Ja, hier in Berlin ist es das gleiche. Die Wiesen die es gibt sind meist hemmungslos Überlaufen, und in vielen Parks das gleiche.

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