Einen neuen Hund in’s Rudel bringen

Sehr schön! Freunde von uns haben sich im Tierschutz umgeschaut und einem Hund aus Polen ein neues Zuhause gegeben. Oleg, so heißt der Kleine, ist ein super verspielter 5-jähriger Rüde.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie gut sich der neue Mitbewohner mit unserem Rudelchef Tano vertragen wird? Tano ist 8 Jahre alt und ein sehr, sehr dominanter Labradormischling, der ebenfalls aus dem Tierschutz stammt.

Um die beiden Hunde aneinander zu gewöhnen, haben wir uns entschlossen das erste Aufeinandertreffen nicht Zuhause, sondern draußen auf einem weitläufigen Feld stattfinden zu lassen. Dabei konnten sich Tano und Oleg das erste mal ohne Leine ordentlich beschnüffeln und sich kennenlernen. Dann folgte eine gemeinsame riesige Spazierrunde durch die Wälder unserer Umgebung, um das Kennenlernen noch ein wenig zu verbessern.

Doch wie wird sich Tano verhalten, wenn Oleg das erste Mal in seinem eigenen Revier, sprich in der Wohnung ankommt?

Um auch diese Situation ein bisschen zu entschärfen, sind wir nach der gemeinsamen Hunderunde nach Hause gefahren und haben die Hunde erstmal in den Garten gelassen, statt sie direkt bei uns in die Wohnung zu bringen. Der Garten ist ja ebenfalls Tanos Revier und so konnten wir sehen, ob Tano dieses Revier noch weiter verteidigen wird oder ob die Freundschaft schon ein wenig fortgeschritten ist. Erst als das klappte und wir wussten, dass die beiden tatsächlich Sympathien füreinander haben, haben wir beide Hunde in die Wohnung geholt.

Das Ergebnis war einfach super. Tano hat Oleg vollstens akzeptiert und Oleg hat sich in einem gewissen Rahmen untergeordnet und die Rudelführerschaft von Tano anerkannt. Dies wäre wohl nicht so gelaufen, wenn wir beide Hunde direkt in unserer Wohnung hätten aufeinander treffen lassen.

Für alle unter euch, die vor der gleichen Situation stehen, ist dies eine mögliche Vorgehensweise. Trefft euch erstmal draußen in der freien Natur, dort wo viel Platz ist um sich eventuell auch aus dem Weg gehen zu können. Trefft euch nicht mit den Hunden an der Leine, so dass sie sich auch wirklich aus dem Weg gehen können, sollte die Sympathie nicht so weit reichen. Geht eine gemeinsame Runde spazieren, um das Kennenlernen zu verbessern und verlegt dann das Aufeinandertreffen Stück für Stück in die Wohnung oder ins Haus.

So ein Neuzugang im Hunderudel ist immer eine sensible Angelegenheit. Schaut, dass die Hunde sich in Ruhe kennenlernen können und dann steht dem gemeinsamen Rudel nichts mehr im Wege. Wir sind jedenfalls sehr froh, dass der neue Hund von Tano so gut akzeptiert wurde und es nicht zu übertriebenem Dominanzverhalten gekommen ist. Sehr schwierig wird es z. B., wenn schon die erste Begegnung schwer daneben geht. Dann ist sehr viel Aufbauarbeit zu leisten.

Hast du eine ähnliche Situation schon mal erlebt und hast ein paar Tipps für unsere Besucher? Dann freuen wir uns auf deinen Kommentar.

2 Antworten
  1. Michaela karp
    Michaela karp says:

    Ich hatte 5 Jahre lang,2 Hunde,als Welpen beide zusammen aufgewachsen.Dann nach 5 Jahren,des gemeinsamen aufwachsen,musste ich leider,durch persönliche Umstände,unvorgesehen,einen Hund abgeben.Ich bin der Meinung,ich habe jetzt meinen Hund,den ich Gott sei dank,noch behalten konnte,einen seelischen,irreparablenl schaden zugefügt,weil meine huenndin,immer noch ein wenig trauert.Das alles,ist jetzt gut einen Monat her,wo ich leider,dazu unvorgesehen dazu gezwungen worden bin,einen Hund abzugeben..Es bricht mir jetzt täglich das Herz,sehen zu müssen,wie meine jetzige,alleinige huenndin immer noch,ein wenig trauert.Und ich frage mich täglich,was soll ich jetzt tun?vergeht die Trauer irgendwann,oder soll ich mir,nun nochmal einen 2.tun Hund anschaffen?(Beispiel:nochmal decken lassen,und dann ein Kind davon behalten)obwohl ich ja ehrlich sein muss:denn habe auch nun zwischenzeitlich gemerkt,mit einen Hund,hat das Leben,mehr Vorteile für mich,als ich jemals gedacht habe.Es fängt bei einer Wohnungswechsel an,und endet mit geringeren tierarztkosten.Bitte daher,eine umgehende bestaetigungsemail zurück.L.G.l

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  2. Victor
    Victor says:

    Genau so haben wir es damals auch mit unseren Hunden getan. Wichtig ist wirklich, dass sich die Hunde draußen kennenlernen. Und nicht nur 1 Stunde sondern mehrmals sehr ausgiebig. Wir haben 2 Geschosse daher schlief ein Hund oben und einer unten. Das hatte den Vorteil, dass der neue Hund sich an die neue Umgebung ohne Stress gewöhnen konnte. Dann haben wir das zusammentreffen immer weiter in die Wohnung fokussiert. Beschnuppern im Hof und dann ganz locker in der Wohnung als wäre alles ganz normal. Keinen Aufriss oder sonstiges gemacht was den Hunden misstrauisch machen könnte. Wir haben es sogar vor rund einem Jahr problemlos geschafft unsere Katze ins Rudel zu integrieren. Mir gefällt euer Blog. Viele Grüße Victor

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