Guladog Yellowdog vorgestellt

Gulahund – der gelbe Hund

Der ein oder andere von euch mag die Situation ja kennen. Man hat einen nicht ganz so einfachen Hund dabei. Einen Hund, der nicht unbedingt aggressiv sein muss, sondern sich einfach durch die direkte Nähe anderer Hunde gestört oder provoziert fühlt. Was oft von anderen Hundebesitzern mit einem Kopfschütteln abgetan wird, kann in vielen Fällen mit dem Wesen des Hundes oder seinen Erlebnissen in der Vergangenheit zu tun haben. Woher auch immer dieses Verhalten kommt, es stößt nicht immer auf Verständnis bei anderen Hundehaltern und so versucht man mit seinem Hund an der Leine anderen Hunden so gut es geht aus dem Weg zu gehen.

Ich bin ein Hundehalter mit einem so „außergewöhnlichen“ Hund und vermeide häufig Kontakte zu bestimmten anderen Hunden. Diese Kontaktvermeidung ist allerdings nicht immer einfach. Einige Hundehalter lassen ihre Hunde frei auf Tano zulaufen, obwohl er bewusst angeleint ist. Andere Hundehalter laufen mit großer Geschwindigkeit hinter uns her, was uns in eine Art Fluchtsituation bringt, die nicht nur für den Hund, sondern auch für mich wenig entspannt ist.

Keinen Schimmer, warum die Schweden immer die Ersten mit tollen Ideen sind, aber mit der Aktion Gulahund haben sie es mal wieder geschafft. Gulahund heißt so viel wie gelber Hund und soll die Verständigung unter Hundehaltern verbessern.

Wie funktioniert Gulahund?

Um anderen Hundehaltern schon auf Entfernung zu signalisieren, dass es nett wäre, dem eigenen Hund ein wenig Freiraum zu gönnen, befestigt man etwas gelbes an Hund, Geschirr oder Leine. Das kann ein Tuch sein, dass an die Leine geknotet wird, oder auch einfach ein gelbes Geschirr. Dieser gelbe Hinweis zeigt, dass der Hund etwas mehr Freiraum braucht und mit der direkten Nähe anderer Hunde nicht in jedem Fall klar kommt. Der Hinweis ist somit eine höfliche Bitte an den anderen Hundehalter, diesen Freiraum nach Möglichkeit zu gewähren.

Die Markierung mit einem gelben Symbol ist aber ausdrücklich nicht als Markierung für einen gefährlichen Hund zu verstehen. Es gibt viele Gründe, warum ein Hund mehr Abstand zu anderen Hunden oder Menschen brauchen kann:

Der Hund könnte z. B. krank sein und durch einen direkten Kontakt eine Krankheit übertragen. Die Gulahund Markierung weist andere Hundehalter schon auf Entfernung auf diesen Umstand hin und hilft, die Übertragung von Krankheiten zu vermeiden.

Der Hund hat schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht, weil er z. B. aus dem Tierschutz kommt. Manche Hunde brauchen ein wenig Zeit, um wieder zutraulicher zu werden. Manche Hunde werden es nie mehr und brauchen ihren Freiraum.

Der Hund könnte auch in der Ausbildung zum Hilfs- oder Therapiehund sein und der direkte Kontakt könnte in dieser Phase die Ausbildung stören.

Und ganz platt: eventuell handelt es sich einfach um eine läufige Hündin, womit der Kontakt zu anderen (speziell nicht-kastrierten) Rüden nicht förderlich wäre.

Ihr seht, dass viele Gründe dafür sprechen, anderen Hunden Freiräume zu lassen und Gulahund zu unterstützen. Um die Tätigkeiten der Organisation zu unterstützen, müsst ihr übrigens nicht bis nach Schweden fahren. In Deutschland hat sich ein eigener Ableger gegründet, der jetzt als Verein anerkannt ist und euch viele Informationen bieten kann.

Die Website für mehr Infos findet ihr hier: klick!

 

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